Delfintherapie (Dolphin Assisted Therapy)
Die Delfintherapie führt Patienten (häufig Kinder mit kognitiven Behinderungen) mit gefangenen Delfinen zusammen, nach dem Modell der Protokolle von David Nathanson ab 1978 in Florida, der eine Beschleunigung des sprachlichen und motorischen Lernens beanspruchte. Der Autor stellt den beanspruchten Bereich als ungewöhnlich breit dar (Autismus, Down-Syndrom, Zerebralparese, ADHS, Depression), was für sich genommen ein erstes kritisches Signal ist. Er berichtet die Erklärungsregister (darunter die Echosonar-Hypothese des Delfinultraschalls), weist aber auf ihre ungleiche Plausibilität und ihre argumentierte Widerlegung durch Brensing, Linke und Todt im Jahr 2003 hin. Ein Kapitel, das mit starker kritischer Distanz und Sensibilität für die ethischen Fragen der Gefangenschaft dargestellt wird.
| Code | TI87 |
|---|---|
| Name (DE) | Delfintherapie (Dolphin Assisted Therapy) |
| Französischer Name | Dolphinothérapie (Dolphin Assisted Therapy) |
| Kürzel (FR) | DOL |
| Begründer | David E. Nathanson (protocoles dès 1978) ; critiques : Brensing, Linke et Todt (2003) |
| Jahr | 1978 (premières expérimentations de Nathanson) |
| Schule / Welle | Approches par l'animal (mammifère marin captif) ; présentée avec fort recul critique (validité contestée) |
| Quellband | Band 7 des Mémento des Psychothérapies |
Diese Therapie wird ausführlich (Prinzipien, Indikationen, Protokoll, Evidenzgrad) in Band 7 des Mémento des Psychothérapies behandelt. Band ansehen.