TI104

Meditative Kabbala (Merkava, Hechalot, Lurianismus)

FR
KAB

Als älteste kontemplative Tradition des westlichen Monotheismus ist die meditative Kabbala zuallererst ein spiritueller Weg der Gotteserkenntnis und der inneren Transformation, keine Therapie im modernen Sinne. Ihre strukturierenden Prinzipien sind die zehn im Lebensbaum organisierten Sefirot, die vier Welten, die Zentralität der zweiundzwanzig hebräischen Buchstaben, das Dewekut (Anhaftung an das Göttliche), der Tikkun olam (Reparatur der Welt) und die Kawwanot (Intentionen). Ihre Techniken reichen von der Buchstabenpermutation Aboulafias über die Visualisierung der Sefirot bis zu den lurianischen Kawwanot und dem inbrünstigen chassidischen Gebet. Der Autor betont, dass keine strenge wissenschaftliche Studie ihre therapeutische Wirksamkeit belegt; außerhalb eines konfessionellen Rahmens ist sie bestenfalls eine kontemplative Spiritualität (Trauer, Sinnsuche, Lebensübergänge), die mit einer konventionellen medizinischen Betreuung zu verbinden ist.

CodeTI104
Name (DE)Meditative Kabbala (Merkava, Hechalot, Lurianismus)
Französischer NameKabbale Méditative (Merkavah, Hekhalot, Lurianisme)
Kürzel (FR)KAB
BegründerAbraham Aboulafia (kabbale prophétique), Moïse de Léon (Zohar, 1280-1286), Isaac Louria dit l'Ari (lurianisme, 1534-1572), Baal Shem Tov (hassidisme) ; passeur : Aryeh Kaplan
Jahrde la Merkavah (IIe-Xe s.) à l'apogée du XIIIe s., la refondation lurianique du XVIe s. et la redécouverte contemporaine
Schule / WelleMystique juive / kabbale : Merkavah-Hekhalot, kabbale prophétique, théosophique (Zohar), lurianique et hassidisme
QuellbandBand 8 des Mémento des Psychothérapies
Autoren & Denker
Abraham AboulafiaAryeh KaplanMoïse de LéonIsaac LouriaBaal Shem Tov

Diese Therapie wird ausführlich (Prinzipien, Indikationen, Protokoll, Evidenzgrad) in Band 8 des Mémento des Psychothérapies behandelt. Band ansehen.