Zeitgenössische non-duale Wege (moderner Advaita Vedanta und Neo-Advaita)
Die non-dualen Wege beruhen auf vier vom Vedanta ererbten Prinzipien: der Identität von Atman (individuelles Selbst) und Brahman (dem Absoluten), der Non-Dualität als Fehlen einer ontologischen Trennung, der Untersuchung des Ich (Atma Vichara, dem Zurückwenden der Aufmerksamkeit zu ihrer Quelle) und der Abwesenheit eines Handelnden (No-Doership). Die zentrale Praxis ist nicht philosophisch, sondern erfahrungsbezogen: das reine Bewusstsein zu erkennen, das den mentalen Inhalten vorausgeht und sie untergründig trägt. Der Autor unterscheidet den traditionellen Advaita (ein schrittweiser Weg mit Disziplin, Ethik, Guru) vom radikalen Neo-Advaita (Parsons), der jeden Rahmen aufhebt und behauptet, dass die Wiedererkennung bereits der Fall ist. Dies ist kein medizinisches Behandlungsdispositiv, sondern ein Weg der Befreiung (Moksha), der mit Vorsicht auf Sinnkrisen, Grübeln und stabilisierte Angst anwendbar ist; der Autor betont die Risiken (Spiritual Bypassing, Depersonalisation) und die Notwendigkeit einer parallelen psychotherapeutischen Arbeit.
| Code | TI109 |
|---|---|
| Name (DE) | Zeitgenössische non-duale Wege (moderner Advaita Vedanta und Neo-Advaita) |
| Französischer Name | Voies Non-Duelles Contemporaines (Advaita Vedanta moderne et Neo-Advaita) |
| Kürzel (FR) | VND |
| Begründer | Adi Shankara (VIIIe s.) ; renaissance moderne : Ramana Maharshi, Nisargadatta Maharaj ; contemporains : Eckhart Tolle, Rupert Spira ; Neo-Advaita : Tony Parsons |
| Jahr | Advaita classique au VIIIe siècle ; modernité depuis Ramana (début XXe s.) ; diffusion occidentale depuis la fin des années 1980 |
| Schule / Welle | Advaita Vedanta (darshana de la philosophie hindoue) ; voie de connaissance (jnana yoga) ; Advaita traditionnel et Neo-Advaita |
| Quellband | Band 8 des Mémento des Psychothérapies |
Diese Therapie wird ausführlich (Prinzipien, Indikationen, Protokoll, Evidenzgrad) in Band 8 des Mémento des Psychothérapies behandelt. Band ansehen.